Landesmeisterschaft Bankdrücken 2005

Die Landesmeisterschaft im Bankdrücken war dieses Jahr für mich eine Enttäuschung. Ursprünglich wollte ich in der LM Kraftdreikampf starten, aber diese wurde vom Ausrichter abgesagt, so dass ich mich entschied, stattdessen am Bankdrücken teilzunehmen.
Da mein altes Bankdrückshirt langsam aus dem Leim ging, wollte ich mein Glück mal mit einem neuen Shirt versuchen. Ich entschied mich für das Titan F6, über das ich viel gutes gehört und gelesen hatte. Bereits im ersten Training mit dem neuen Hemd wurde klar: Dies wird kein Spaziergang. Wärend ich den ersten Versuch mit 150 kg noch einigermassen hinbekam, musste ich mit 160 und 170 kg passen: Das Gewicht ist mit diesem Hemd weitaus schwieriger zu kontrollieren, als mit den alten Inzer Hemden. Wenn man auch nur wenige Zentimeter vom idealen Weg abkommt, fehlt sämtliche Spannung, und das Gewicht ist nicht mehr zu bewältigen. Liegt das Gewicht dagegen richtig, baut sich eine beachtliche Kraft auf.
In den folgenden Trainingseinheiten kam ich zunehmend besser mit dem Hemd zurecht, so dass ich im Abschlusstraining immerhin zwei Wiederholungen mit 160 kg und eine mit 170 (im zweiten Versuch) drücken konnte. Ich entschied mich für ein Anfangsgewicht von 160 kg, was weniger war, als ich zu Beginn der Wettkampfvorbereitung geplant hatte.
Auf dem Wettkampf hatte ich mein Hemd relativ früh angezogen, und es sass erfreulich gut. Leider schnürten die engen Ärmel mir das Blut in den Armen enorm ab, so dass ich bis zu meinem Anfangsversuch kein Gefühl mehr in den Händen hatte. Als ich das Gewicht aus der Ablage nahm, musste ich dann erschrocken sehen, dass mein rechtes Handgelenk nach vorne abgeknickt war, statt wie üblich nach hinten. Eine schlechte Ausgangshaltung zum Drücken. Dennoch konnte ich das Gewicht mehr schlecht als recht bewältigen, und einen gültigen Versuch hatte. Als ich meine Handgelenksbandagen abnahm, stellte ich fest, dass meine Hand nach vorne abgeknickt war, wegen eines Krampfes konnte ich das Handgelenk nicht strecken.
Bis zu meinem nächsten Versuch mit 170 kg gelang es mir, mit Hilfe meiner Betreuer, den Krampf in den Griff zu bekommen. Dennoch nahm ich mir vor, beim Rausheben genau auf mein Handgelenk zu achten. Dies erwies sich als Fehler, ich war mit dem Kopf so bei meiner rechten Hand, dass ich vergass, auf das Startkommando zu warten. Ich drückte die 170 kg leicht und mustergültig, aber da ich das Gewicht zu früh herunterliess, war der Versuch leider ungültig.
Nachdem die 170 kg so leicht waren, beschloss ich, im dritten Versuch die 180 zu wagen. Auch dies erwies sich als Fehler. 180 kg waren einfach zu schwer für mich, sie blieben mehr oder weniger auf der Brust liegen.
Gereicht hat es immerhin noch für den 5. Platz, aber die Leistung war für mich enttäuschend. Letztendlich waren es aber meine eigenen Fehler, ich hätte auf jeden Fall 170, vielleicht auch 175 kg im Ergebnis stehen haben können. Für mehr als den 4. Platz hätten auch die 180 kg nicht gereicht. Ich stelle fest: Wenn ich nächstes Jahr vorne mitmischen möchte, kommt noch viel Training auf mich zu.
Die kompletten Ergebnisse des Wettkampfs gibt es wie immer auf NRW Powerlifting

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Wettkampf. Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

2 Trackbacks

  1. Von Eisenfresser Bodybuilding » Jahresendspurt am 26. November 2005 um 17:07

    [...] Die Lage ist ernst aber nicht hoffnungslos: Nach der enttäuschenden Landesmeisterschaft war bei mir im Training ein wenig die Luft raus. Im Oktober war ich dann in Urlaub, und es folgten einige Wochen mit sehr viel Arbeit, weshalb ich ein paar Trainingseinheiten ausfallen ließ und generell nur mit gedämpfter Motivation trainierte. Das Ergebnis: Die Kraft ist weg, und mein Körpergewicht ist auf beängstigende 87,5 Kilogramm abgefallen, dabei bin ich nicht mal besonders definiert. Höchste Zeit, diesen Abwärtstrend zu stoppen. Die nächsten Kraftdreikampf Wettkämpfe stehen vermutlich nächstes Jahr im Februar an. Ziel ist, bis Ende des Jahres wieder soweit in Form zu sein, dass ich eine gute Ausgangssituation für die Wettkampfvorbereitung habe, ohne dabei auszubrennen. Dazu werde ich einen Plan verfolgen, der eine Mischung aus HST und klassischem Kraftdreikampftraining ist: [...]

  2. [...] Gestern fand die NRW Landesmeisterschaft im Bankdrücken in Witten statt. Letztes Jahr ist diese Meisterschaft ja für mich sehr unglücklich verlaufen, so dass ich diesmal etwas gutzumachen hatte. Die Vorbereitung auf den Wettkampf lief relativ gut, ich wurde von Verletzungen zum Glück verschont. Für den ersten Versuch wählte ich 170 kg. Diese kamen mir leider nicht ganz optimal von der Brust weg, so dass ich im oberen Teil der Bewegung viel Kraft aus den Armen einsetzen musste, aber es wurde ein sauberer gültiger Versuch. Damit hatte ich schon nach dem ersten Versuch 10 kg mehr sicher, als im letzten Jahr, und konnte etwas entspannter an meinen zweiten Versuch mit 175 kg gehen. Dieser verlief dann auch sehr gut, so dass ich mich erneut an den 180 Kilo versuchen wollte. Und tatsächlich: Mir gelang ein gültiger Versuch mit 180 kg, eine Gewichtsgrenze, an der ich schon lange geknackt habe. Mit drei gültigen Versuchen, einer Steigerung meiner bisherigen Bestleistung um 5 Kilogramm und einem resultierenden dritten Platz verbuche ich diesen Wettkampf als vollen Erfolg. Die Schande vom letzten Jahr ist bereinigt. Erfreulich: Mit 86,9 kg Körpergewicht war ich deutlich leichter angetreten als sonst. Mit den 180 kg habe ich den Sprung in den Club derer geschafft, die mehr als ihr doppeltes Körpergewicht drücken können. Gelingt es mir, nächstes Jahr in gleicher Form mit knapp 90 kg anzutreten, sollte noch mal eine deutliche Steigerung möglich sein. [...]

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

*
*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>